Australien

Von Christchurch fliegen wir über Auckland nach Cairns, welches weit im Norden an der Ostküste von Australien liegt.Great Barrier Reef An Silvester buchen wir hier einen Bootstrip an das berühmte Great Barrier Reef um dort zu schnorcheln. Leider ist die Sicht aufgrund des starken Seegangs getrübt und wir sehen nicht soviel wie wir uns erhofft haben. Abends sind wir dann so müde, daß wir dieses Jahr Silvester verschlafen. Das Klima ist hier tropisch, d.h. es wird tagsüber bis zu 35°C warm und bei einer Luftfeuchtigkeit von 95% fühlt es sich dann wie 45°C an. Es dauert eine ganze Weile bis sich der Körper an diese starke klimatische Veränderung anpaßt. Von Cairns aus fahren wir ins Outback zu den berühmten Undara Lava Tubes. Hierbei handelt es sich um riesige Röhren welche vor 190000 Jahren beim Ausbruch eines Vulkans entstanden sind. Im Outback sehen wir auch zum ersten Mal Kangaroos. Diese sind nicht scheu und grasen am Morgen friedlich neben unserem Camper. Das Outback selbst ist sehr interessant. Eine unendliche Einöde. Die Strassen hier sind meist nur einspurig zu befahren und auf ihnen verkehren auch die berüchtigten Roadtrains. Das sind Laster mit bis zu 4 Anhängern. Diese weichen keinen Millimeter zur Seite wenn ihnen ein Fahrzeug entgegen kommt und sie bremsen auch nicht. Es gilt Kangarooshier eindeutig das Recht des Stärkeren. Glücklicherweise kommen sie uns nur relativ selten entgegen und dann heißt es „Vollbremsung“ und links ran (auch in Australien fahren wir auf der falschen Seite der Strasse). Überhaupt sieht man nur sehr selten andere Fahrzeuge im Outback. Wir fahren zurück an die Küste in das nette Örtchen Airlie Beach. Hier lernen wir zwei sehr nette ältere Kanadier kennen, welche auf dem Weg nach Cairns sind. Sie wohnen im Nordwesten Kanadas in der Nähe Alaskas. Wir erholen uns ein paar Tage von den Anstrengungen im Outback und fahren dann weiter über Rockhampton und die Town of 1770 nach Bundaberg. In der Town of 1770 baden wir zum ersten Mal am Strand im Meer. Davor ist es sehr problematisch, da es Quallen im Wasser gibt und eine Berührung tödlich enden kann. In den Orten oberhalb gibt es Lycra Badesuits auszuleihen. Mit diesen istHuntsman Spider es dann auch sicher, macht aber keinen so richtigen Spaß. Beim schnorcheln am Great Barrier Reef hatten wir solche an. Auch Begegnungen mit Schlangen und Spinnen können tödlich enden. Eine letztere haben wir in Bundaberg an unserem Camper. Ein freundlicher Australier erschlägt sie für uns. Er sagt uns es handelt sich um die tödliche „Funnel Web Spider“. Unsere Nachforschungen ergeben jedoch, daß es sich nur um die nicht ganz so gefährliche „Huntsman Spider“ handelt. Eigentlich wollen wir in der Town of 1770 ein weiteres Mal an das Great Barrier Reef fahren. Allerdings hat sich auf dem Ozean ein Zyklon gebildet (das ist ein tropischer Wirbelsturm) Wir sehen daher von weiteren Fahrten auf dem offenen Ozean ab. In Bundaberg kann man Seeschildkröten beim legenSeeschildkröte ihrer Eier in den Sand beobachten. Es gibt hier eine Forschungsstation, die jeden Abend Führungen an den Strand organisiert. Die Schildkröten kommen erst nach Einbruch der Dunkelheit an den Strand. In Gruppen mit bis zu 50 Leuten wird man an den Strand geführt und kann den Schildkröten zusehen. Von Bundaberg geht es weiter nach Harvey Bay, einem sehr schönen Badeort mit sehr langem Sandstrand. Nach ein paar erholsamen Tagen fahren wir weiter an die Sunshine Coast. Hier ist auf einmal der Rummel groß. Handelte es sich bei den bisherigen Orten eher um verschlafene Country Towns so ist die Sunshine Coast dicht besiedelt, der Verkehr ist sehr stark und an den Stränden stehen Hochhäuser. Wir treffen hier lustigerweise die beiden Kanadier wieder welche wir schon in Airlie Beach getroffen hatten. Am nächsten Tag geht es in den Australia Zoo. Wir haben Glück, denn der Crocodile Hunter Australia Zooberühmte „Crocodile Hunter“ ist persönlich anwesend um die Krokodil Show zu präsentieren. Hier treffen wir endlich auch wieder Kangaroos. Der Australia Zoo ist direkt in den Glass House Mountains. Von hier geht es weiter nach Brisbane und an die Gold Coast. Surfers Paradise an der Gold Coast ähnelt im Charakter Las Vegas und es ist alles noch voller und besiedelter wie zuvor schon an der Sunshine Coast. Hier treffen wir auch Bryan wieder, den freundlichen Australier den wir vor 9 Wochen in Tonga kennengelernt haben. Er zeigt uns die besten Restaurants und Bars an der Gold Coast und wir verbringen einen sehr netten Abend. Die vielen Menschen sind hier natürlich nicht ohne Grund. Es gibt hier die besten Surfers ParadiseStrände mit den tollsten Wellen Australiens. Dazu ist das Klima genial. Im Sommer nicht zu heiß und im Winter nicht gerade kühl. Am Strand beobachten wir Horden von Surfern, welche auf ihrem Surfbord kühn die Wellen meistern. Auch wir verbringen hier einige sehr schöne Tage am Strand bevor wir weiter in Richtung Süden fahren. Als nächstes fahren wir nach Byron Bay. Ein Hippie Paradies! Die Leute hier haben nicht gemerkt, daß die 70er vorbei sind und wir mittlerweile das Jahr 2005 schreiben. Allerdings sind sie selbst deutlich älter geworden. Am Strand beobachten wir einen Hippie wie er voller Freude (und wahrscheinlich high) einen großen Baum erklimmt. Unter dem Baum stehen seine Freunde und spielen (schlecht) Gitarre und trommeln Bongos. Auf dem Weg nach unten verliert er wohl die Kontrolle und fällt zurück. Polizei und Sanitäter kümmern sich um ihn. Ansonsten schaden die Hippies hier niemandem. Bevor wir nach Sydney fahren machen wir noch kurze Zwischenstation in Port Macquaire. Ein sehr nettes verschlafenes Örtchen. Sydney OperaWir gehen hier zum ersten Mal auf unserer Reise ins Kino. „Finding Neverland“ heißt das Filmchen mit Johnny Depp und Kate Winslet. Nach einer kurzen Odyssee in Sydney gelangt es uns auch dort ohne Karte den Campground zu finden. Er befindet sich im Lane Cove Nationalpark direkt neben dem Technologie Park (hier findet man z.B. Hewlett-Packard und Oracle) An unserem ersten Tag in Sydney machen wir uns auf zum indischen Konsulat, denn wir haben noch kein Visum für Indien welches wir später auf unsere Reise besuchen wollen. Wie auf jeder Behörde ist auch hier eine Nummer zu ziehen.... Auf der Webseite des Konsulats ist zu lesen, daß es 5 Arbeitstage dauert bis das Visum fertig ist. Als wir am Schalter sind heißt es wir können in 5 Arbeitstagen anrufen. Es dauert 5-7 Arbeitstage. Da in der Woche auch noch ein Feiertag ist bedeutet es für uns, daß wir mindestens eine Woche warten müssen bis wir unser Visum Blue Mountainsbekommen können (und unsere Reisepässe!) Sydney ist eine richtige Metropole, zu vergleichen mit anderen Großstädten wie Paris und New York. Und es ist eine sehr schöne Großstadt. Das liegt zum einen daran, daß Sydney direkt am Meer liegt mit einem großen natürlichen Hafen und zum anderen an den schönen Parks. Wir besichtigen die Oper, das Museum of Contemporary Art, das Powerhouse Museum (ein großes Technikmuseum – ähnlich dem Deutschen Museum in München), das Queen Victoria Building, das Aquarium u.v.m. Wir fahren nach einigen Tagen in Sydney in den nur 100 km entfernten Blue Mountains Nationalpark. Es handelt sich um einen der schönsten Nationalparks in Australien. Das Panorama ist durchaus mit dem Grand Canyon zu vergleichen. Allerdings ist hier alles sehr grün, da es viel regnet. Wir wandern hier einige Tage bevor wir nach Sydney zurückkehren. Mittlerweile ist auch unser Visum fertig und wir können es abholen (natürlich müssen wir wieder eine Nummer ziehen) Es hat nun doch nur 5 Arbeitstage, d.h. 8 Wochentage gedauert. Von Sydney sind es noch 1000km bis Melbourne. Diese wollen wir an der Küste und in den Snowy Mountains verbringen. Allerdings spielt das Wetter verrückt und es schneit im Sommer im Gebirge und in weiten Teilen New South Wales und Victorias. Viele Menschen sind ein paar Tage ohne Strom. Daher entscheiden wir uns dann doch nicht mehr ins Gebirge zu fahren sondern an der Küste zu bleiben. Wir fahren über Narooma und Brainsdale nach Melbourne. In Melbourne packen Flinders Street Stationwir erstmal große Kisten um überflüssiges Gewicht nach Hause zu schicken, da wir weder in Thailand noch Indien über den Luxus eines eigenen Wagens verfügen und bringen es auf die Post. Unsere Rucksäcke sind aber immer noch sehr schwer. Irgendwie schleppen wir zuviel mit uns rum. Mal sehen wie das in Thailand und Indien klappt. Melbourne ist ein eine nette mittelgroße Stadt. Berühmt ist insbesondere der Bahnhof Flinders Street Station. Es ist hier unten im Süden deutlich kühler als in Sydney oder den Blue Mountain und selbstverständlich nicht zu vergleichen mit Cairns, wo wir vor fast zwei Monaten angekommen sind. In Melbourne haben wir nicht sehr viel Zeit und geben nach nur zwei Tagen wehmütig unseren Camper wieder ab. Fast zwei Monate haben wir nun hier in diesem schönen Land verbracht. Von Melbourne werden wir nach Bangkok fliegen. Wir sind schon sehr gespannt auf das nächste Land unserer weiten Reise: Thailand.

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